DJ vom Hobby zum Beruf

Die Arbeit des DJs ist nicht nur kreativ, sondern vor allem komplex und fordernd. Je nach Genre werden hohe Ansprüche an die Aufgaben des DJs gestellt. Das reicht von einem kleinen Rahmen-Programm als Pop-DJ bis hin zu der ständig neuen Erfindung seiner selbst als Resident DJ. Daneben stehen eine ganze Reihe von Pros und Contras die sich jeder selbst beantworten muss und die dazu führen eine gewisse Richtung einzuschlagen. Der Veranstaltungs-DJ oder Event-DJ muss in der Regel sein gesamtes Equipment selber mitbringen. Dies bedeutet, bevor die ersten Einnahmen entstehen muss zunächst eine Investition getätigt werden. Club-DJs können in der Regel auf eigenes Equipment verzichten, dieses wird bereits am Veranstaltungsort bereitgestellt. Einige der Top-DJs setzen dennoch auf ihr ganz eigenes Equipment.

Viel Zeit und Geduld führen zum Ziel

Der zeitliche Faktor sollte hierbei ebenfalls nicht vernachlässigt werden. Der Event-DJ trägt nicht selten höhere Reisekosten, er muss auch früher am Veranstaltungsort erscheinen um die Technik aufzubauen und zum Schluss auch wieder abzubauen. Meist trägt dieser zusätzlich das Risiko für einen Ausfall der eigenen Technik. Diesen zeitlichen Faktor besitzt ein Club DJ nicht, hier kommt jedoch der kreative Einfluss ins Spiel. Auch bei schlechter Verfassung muss der Club DJ als Unterhaltungskünstler in der Lage sein seine kreativen Fähigkeiten dazu nutzen zu können, das Publikum zu begeistern. Was sich zunächst einfach anhört erfordert viel Disziplin und Durchhaltevermögen. Der DJ im Club kann sich in der Regel abseits der kreativen Anforderung zurücklehnen.

Unterschied zum Club DJ

Der Event-DJ hingegen muss sich zusätzlich zum Aufbau und Abbau, zum Tragen des Risikos des Ausfalls der Technik auch noch mit rechtlichen Fragen herum quälen. Denn gerade in Deutschland sind schnell GEMA Abgaben zu zahlen, wenn an öffentlichen Orten Musik gespielt wird ohne das im Vorfeld eine Vereinbarung getroffen wurde. Auch nach der Veranstaltung hat der Event-DJ noch zahlreiche Dinge zu erledigen. So zählt die Büro-Arbeit zu einer zeitlich nicht zu unterschätzenden Hürde. Daneben sind Buchungen und Planungen der neuen Veranstaltungen ebenfalls ein großer Punkt der sich zu der Arbeit des Event-DJs dazugesellt. Die Technik selbst muss ständig auf dem neuesten Stand gehalten werden, daher nimmt auch die Wartung der Geräte viel Zeit in Anspruch. Bei Club DJs steht die Frage nach der Suche des nächsten Hits im Vordergrund. Stets den richtigen Geschmack der Masse zu treffen ist nicht selten eine ungemein schwierige Aufgabe an der schon viele Künstler gescheitert sind. Gerade als Club DJ wird eine große Portion Talent benötigt um sich langfristig einen Namen machen zu können der durch eigene Kompositionen und Remixe zu überzeugen weiß. Hauptberuflich als DJ zu arbeiten stellt sich dabei als nächste Hürde heraus.

Die finanzielle Situation

Nur festangestellte DJs können von Ihrem Job tatsächlich leben. Diese Festanstellung in Clubs wird jedoch sehr selten ausgeführt. Nur wer über solch eine Festanstellung verfügt, muss sich als Dj keine Sorgen mehr darüber machen ob er im nächsten Monat noch genauso viele Aufträge erhält wie im aktuellen Monat. Das gleiche gilt für den Event-DJ. Dieser ist auf selbstständiger Basis als Einzelunternehmen tätig. Durch seine breitgefächerten Einsatzbereiche kann diese komplex ausfallen. Richtig ausgeführt kann dieses Einzelunternehmen aufgrund seiner diversen Teilbereiche für zusätzliche Einnahmemöglichkeiten sorgen. Dazu zählen beispielsweise die Organisation der Veranstaltung oder das Ausleihen von Equipment. Der künstlerisch agierende Club DJ hingegen setzt auf neue Einsätze in weiteren Clubs, besitzt dafür jedoch keine Rückhaltung falls die Auftragslage etwas geringer ausfällt. In diesem Fall muss der Club DJ sein Talent in anderen Bereichen unter Beweis stellen und die Möglichkeiten der Werbung verstärkt nutzen um sich selbst zu vermarkten und aus seinem Können eine Marke werden zu lassen. Diese Hoch und Tiefs können aus künstlerischer Sicht zu einem Schaffensdruck führen der sich nicht immer positiv auswirkt. Vor allem DJs die in das Berufsbild hineinrutschen aber über kein gefestigtes oder erweitertes Wissen aus Studiengängen oder Schulungen verfügen, schaffen oftmals nur mühevoll sich über Wasser zu halten.

Disziplin

Wer sich für das Berufsbild des DJ entscheidet sollte sich genau überlegen wie er den richtigen Einstieg findet. Neueinsteiger haben es heutzutage durch die Vorzüge des Internets nicht mehr ganz so schwer wie früher in Kontakt mit Gleichgesinnten zu treten oder ihre Songs und Remixe zu teilen. Allerdings bringt das Internet auch viele negative Aspekte mit sich. Die Kunst des DJs ist nicht mehr genauso ersichtlich wie in Zeiten da viele Programme es erlauben auf Samples zurückzugreifen und diese mit wenigen Klicks auch für ungeübte Anwender zu einer neuen Interpretation mutieren können. Hier liegt es am DJ seinem Publikum begreiflich zu machen was die Kunst des Mixens ist und wie diese sich auf die einzelnen Songs auswirkt. Von Vorteil sind Club DJs die auf das Publikum eingehen und die Stimmung dadurch kontrollieren können. Diese DJs gellten schnell als Stars der Szene und werden oft gebucht.

Honorar

Das Honorar eines DJs kann ebenfalls in großen Bereichen schwanken. Zwischen einigen hundert Euro für Anfänger bis zu tausenden von Euros für Top-Größen wie David Guetta ist vieles möglich. Dies kann zusätzlich abhängig vom Veranstaltungsort, vom Veranstalter, vom Budget und von der Größe der Veranstaltung sein. Die Verdienstmöglichkeiten sind daher nicht als schlecht anzusehen, wenn die Arbeit als DJ auf disziplinierter Basis angesehen und ausgeführt wird. Ein wesentlicher, nicht zu verachtender Faktor ist die Zeit sowie die Arbeitszeit. Oftmals sind es gerade die nächtlichen Stunden in denen der DJ arbeiten muss.

Arbeiten in der Nacht

Viele Clubs lassen den DJ nicht nur für eine Stunde, sondern nicht selten sogar für mehrere Stunden am Stück einsetzen. Diese Arbeitsweise ist nicht für jeden Menschen gleichermaßen geschaffen und kann auf Dauer dazu führen den Biorhythmus durcheinander zu bringen. Abermals gilt es bei der Leidenschaft für die Musik und der Arbeit als DJ hier die Disziplin in den Vordergrund rücken zu müssen. Nicht selten kann ein DJ gerade in der Anfangszeit nur von mehreren Auftritten in der Woche leben. Diese finden zumeist an Wochenenden statt, manchmal aber auch unter der Woche. Das führt dazu das ein Leben am Tag durch den Schlafmangel und die Arbeit als DJ in der Nacht zum Erliegen kommt. Dessen sollte sich jeder angehende Club DJ durchaus bewusst sein. Neben diesen Punkten spricht bei geeigneter Leistung und Talent, nichts dagegen den Weg des DJs zu gehen. Viel Talent und musikalisches Basiswissen sollte als Club DJ vorhanden sein damit es letztlich zu einem erfolgreichen Start kommen kann. Die beste Möglichkeit herauszufinden ob der Beruf des DJ zum eigenen Anspruch passt, ist das Experimentieren mit den geeigneten Softwarelösungen die es teilweise sogar kostenlos im Internet zur Verfügung gestellt gibt. Anhand dieser Möglichkeiten lässt sich der weitere Werdegang mit einem Studium und einigen Lehrgängen bereichern und zu einem erfolgreichen Abschluss führen.

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